Sie sind hier: Startseite / Erfahrungsbereiche / AD(H)S bei Kindern und Jugendlichen / Personen / Ingo Wick / Vor allem kurz nach der Diagnose fand Ingo Wick den Austausch mit anderen Betroffenen im Internet sehr hilfreich. Inzwischen guckt er noch nur ab und zu rein.

Vor allem kurz nach der Diagnose fand Ingo Wick den Austausch mit anderen Betroffenen im Internet sehr hilfreich. Inzwischen guckt er noch nur ab und zu rein.

Wenn man die Diagnose hat, steht man meistens alleine da. Man kennt kaum einen, der das auch hat. Und irgendwie wollte man dann natürlich auch den Austausch von Informationen haben und sie sich aneignen. Ich weiß gar nicht, wie lange ich da schon in diesen – da gab es verschiedene Foren und also im Internet so Foren. Und dann gibt es bei Facebook auch so einige Gruppen, da wurden dann welche gegründet. Wenn man da mal ADHS eingibt, gibt es viele Gruppen, einmal überall angemeldet. Es gibt auch Gruppen für Erwachsene und welche für Kinder.
Es gibt viele große Gruppen. Am Anfang gab es noch nicht so viele, aber es machen auch immer wieder welche auf. Am Anfang war es wirklich hilfreich sich da mit Leuten auszutauschen, erst mal zu sehen, dass nicht nur wir diese Probleme haben und dass es auch noch Leute gibt, die noch schlimmer dran sind mit ihren Kindern. Dass es noch Schlimmere gibt und auch noch dazu mit irgendwelchen anderen Begleiterkrankungen. Es war halt sehr hilfreich, dass man sich da austauschen kann. Diese Gruppen sind, wenn dann am Anfang 1000 drin waren und dann in zwei, drei Jahren waren es dann 3000 / 4000. Dann gibt es dann auch innerhalb der Gruppe immer intern irgendwelche Anfeindungen. Das können die Administratoren natürlich auch nicht immer – die sind auch nicht immer da und können da jeden Post überfliegen. Aus den großen bin ich dann wieder ausgetreten, auch weil teilweise innerhalb der Gruppen keine Toleranz geherrscht hat. Ich bin da auch immer sehr schnell dann weg. Es gibt auch noch ein paar andere, kleinere Gruppen, wo ich drin bin und wo man sich auch austauschen kann. Wobei ich diesen Austausch nicht mehr so brauche, weil es ist immer sehr viel das Gleiche. Es kommen immer viele Neue, die stellen immer die gleichen Fragen. Es ist immer das Gleiche und immer das Gleiche. Und da ist dann halt irgendwann auch die Luft da raus. Also ich habe da jetzt mein Wissen rausgezogen. Das, was ich für mich wollte und dann ist gut. Aber es ist eine gute Geschichte. Und dann gibt es auch eine ADHS-International-Seite. Von dem Gruppengründer aufgemacht. Der hat das hochgezogen und sie machen viel da. Also es ist schon ganz gut. Ich habe da auch ein paar nette Leute kennengelernt.
Ich würde mich erst mal auf die Diagnose von den Kindern einlassen. Wenn das genau geprüft ist, würde ich mich da darauf einlassen. Und mich erstmal natürlich bestens darüber informieren, mir selber Wissen aneignen und mich mit anderen Betroffenen austauschen. Und ich würde möglichst viele Hilfen annehmen oder sich suchen, die einem zustehen oder auch einfordern, viele Angebote annehmen, zum Beispiel bei der Krankenkasse oder bei der Pflegekasse. Mich also nicht nur irgendwie auf die Medikamente verlassen, sondern auch andere Sachen ausprobieren. Vielleicht auch Verhaltenstherapie und Kindergruppen, wo die Kinder sich selber austauschen können, damit die auch sehen, dass sie nicht anders sind, dass es auch noch andere gibt. 

Artikelaktionen