Sie sind hier: Startseite / Erfahrungsbereiche / AD(H)S bei Kindern und Jugendlichen / Personen / Ingo Wick / Ingo Wick hat die Erfahrungen gemacht, dass gleichzeitig zu arbeiten und seine Kinder zu betreuen, nicht gut funktioniert.

Ingo Wick hat die Erfahrungen gemacht, dass gleichzeitig zu arbeiten und seine Kinder zu betreuen, nicht gut funktioniert.

Momentan geht es ganz gut. Als ich gearbeitet habe und meine Lebensgefährtin auch gearbeitet hat – also der Große hier im Hort war, der Kleine im Kindergarten – da waren die schulischen Leistungen nicht gut, weil die das im Hort nicht auffangen können. Dann haben wir – meine Lebensgefährtin konnte dann halt nicht mehr arbeiten – er musste auf Grund der vielen Vorkommnisse in der Schule abgeholt werden, ständig. Er hat dann immer Ärger gekriegt oder war viel krank, wegen Bauchschmerzen und wollte nicht zur Schule und sein Leben ist Scheiße, er möchte das nicht mehr. Dann musste halt immer einer da sein, das war auch ganz schön schwer für einen alleine, zwei so Granaten zu haben. Ich habe dann auch aufgehört zu arbeiten, das war aber nicht gewollt, mein Vertrag ist ausgelaufen. Ich bin jetzt schon recht lange arbeitslos – anderthalb Jahre fast. Aber einer alleine nachmittags mit Beiden Hausaufgaben machen: das ging gar nicht, die musste man echt zu zweit machen.

Was will man? Will man Geld verdienen und ein bisschen mehr Geld haben und die Kinder laufen aus dem Ruder, stehen hinter den Möglichkeiten und werden nicht gefördert, können nichts mehr machen, werden irgendwo abgeschoben in den Hort und man arbeitet für nur ein bisschen mehr als ich Arbeitslosengeld kriege? Was will man? Also ich will auch was von meinen Kindern haben und komme damit ganz gut klar. Man arrangiert sich mit Hartz IV und Arbeitslosengeld. Das ist zwar nicht schön. Die Kinder müssen halt auch damit Leben. Sie kennen es aber auch nicht anders. Sie sind aber auch um alles froh, wenn es Ostern mal was gibt. Ich sage mal, es ist besser so, als ständig alles zu haben und alles in den Arsch geblasen zu kriegen. Es ist nicht so, dass wir jetzt hier bettelarm sind, aber die Kinder wissen es halt zu schätzen – und wissen auch, dass man wenig hat. Für den Großen bekommen wir seit zwei Jahren noch Pflegegeld – Pflegestufe 0, die hat der Große. Von der – was ist das? Krankenkasse, Rentenversicherung, oder irgendwie so etwas? – da haben wir Pflegestufe 0 bei dem Großen.

Artikelaktionen