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Hannah Becker kann mit ihrer Therapeutin auch über „kranke“ Gedanken offen reden. Sie hilft ihr, nicht so kritisch mit sich selbst zu sein.

Du hast gesagt, dass du mit der ambulanten Therapeutin gut auskommst. Was ist daran hilfreich?
Also zum einen Mal habe ich das Gefühl, sie versteht mich. Das vermittelt sie auf jeden Fall. Also bei ihr kann ich total offen auch sein und kann wirklich auch alles ansprechen. Was ich aber auch sagen muss, dass ich es nach der Klinik besser konnte. Also ich glaube, dass ich mich davor schon für viele Sachen, so Gedanken, geschämt habe und mir dachte: Krass, das kann ich jetzt nicht sagen. Das ist ja absolut krank. Oder dass ich das selber auch nicht wahrhaben wollte, dass ich das denke.
Und jetzt kann ich da so ein bisschen weiter weg davon. Jetzt kann ich mir schon denken: Ja, jetzt denkst du das. Ist total bescheuert. Aber du denkst das halt jetzt gerade. Und mit meiner ambulanten Therapeutin kann ich schon echt offen reden. Also da kann ich alles ansprechen und ich habe das Gefühl, sie unterstützt mich auch in den Sachen. Also das hilft mir schon. Sie gibt mir viel, weil ich schon sehr kritisch bin, auch jetzt so im Nachhinein. Dass ich mir schon denke: Jetzt mache ich das schon wieder. Scheiße. Und: Ich will doch überhaupt nicht essgestört sein und ich bin immer noch essgestört. Und das nervt mich.
Und sie gibt mir schon viel guten Zuspruch. Dass sie dann sagt: „Hey klar, das ist jetzt halt so und das wird auch noch lange so sein.“ Ja, sie kann die Kritik, die ich an mir selber habe, immer so ein bisschen rausnehmen und kann mir gut zureden.

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